Auf die verheerenden Folgen für die Natur geht der BLW in der folgenden Pressemitteilung an die HAZ und den NDR ein:
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Pressemitteilung
Ein schwarzer Tag für den Naturschutz in der Wedemark und der Region
28.06.2025 Wedemark. „Grünes Licht für Windenergieprojekt in der Wedemark – Region
genehmigt Pläne für Windenergie im Fuhrberger Feld – Klimaziel rückt näher“, vermeldet die Gemeine Wedemark auf ihrer Homepage und auch Bürgermeister Helge Zychlinski zeigt sich hocherfreut: „Diese Entscheidung bestätigt uns in unserer Strategie, erneuerbare Energien konsequent auszubauen“, so Zychlinski. Es sei gut, dass das Umweltdezernat der Region seine Auffassung zur Sinnhaftigkeit und zum Nutzen der Windkraft in diesem Gebiet inhaltlich voll teile.“
Hintergrund der Jubelmeldung ist eine am Mittwoch erteilte Genehmigung der Region: Die
Genehmigungsbehörde hat der von der Gemeinde Wedemark seit zwei Jahren
vorangetriebenen Flächennutzungsplanänderung für Windkraft in den Gemeindeteilen
Berkhof, Elze und Meitze nun offensichtlich zugestimmt. Damit sind rund 700 Hektar
Landschaftsschutzgebiet, Wald und Wasserschutzgebiet für einen von enercity projektierten Großwindpark mit bis zu 36 Anlagen im FuhrbergerFeld-Forst Rundshorn freigegeben – in einem bis dato mehrfach geschützten Gebiet im Norden der Region Hannover.
Bei Gemeinde, Politik und Projektierer enercity dürften die Sektkorken knallen – für den
Verein „Bürger für eine lebenswerte Wedemark“ (BLW e.V.), der die Windparkplanung seit
seinem Bekanntwerden kritisch begleitet, ist dies ein weiterer Rückschlag. „Wir sehen das
Fuhrberger Feld und die Wälder des Forst Rundshorn als nicht geeignet für Windenergie und haben diese Position in unseren Stellungnahmen immer wieder fachlich fundiert begründet, oft sogar im Schulterschluss mit anderen anerkannten Umweltverbänden. Die Entscheidung der Region, sich über nahezu alle Einwände und Bedenken hinwegzusetzen, und Windenergieanlagen hier ohne weitere Auflagen zu genehmigen, bestürzt uns natürlich“, sagt Sabine Littkemann, zweite Vorsitzende des BLW. Die Landschaftsökologin sieht kaum noch Hoffnung, die Industrialisierung dieses einzigartigen Gebietes mit seiner großen Bedeutung für den Natur- und Landschaftsschutz, für die Trinkwasserversorgung und für die Naherholung in der Region aufzuhalten.
„Dies ist der zweite Schwarze Tag für den Naturschutz in der Region Hannover“, sagt die
Wedemärkerin. Der erste schwarze Tag sei der 1. April 2025 gewesen, der Tag, an dem die
Regionsversammlung mehrheitlich das so genannte Sachliche Teilprogramm Windenergie
2025 beschlossen hat. Das schreibt nun nicht nur satte 2,34 Prozent der Regionsfläche für
Windenergie fest statt wie gesetzlich erforderlich nur 0,63 Prozent, sondern damit auch drei Vorranggebiete für Windenergie im Fuhrberger Feld und Forst Rundshorn – im
Vorranggebiet „Rundshorn“ allein 360 Hektar im Wald. „Damit gibt die Regionalplanung
unter Umweltdezernent Jens Palandt der kommunalen Windparkplanung im Wald und in
Schutzgebieten bedauerlicherweise Rückendeckung“, so Littkemann.
Was bleibt, ist die Zerstörung von Wald und einer einzigartigen Landschaft im Namen von
Klimaneutralität und Wertschöpfung ohne ein realistisches Konzept für die Energiewende in
die Region Hannover.
Für Rückfragen:
Sabine Littkemann: 0160 6831389
Christoph Chilla: 01577 5797331
Bisher gab es noch keinerlei Reaktion seitens der angeschriebenen Presse-Medien!
Link zur Websitemeldung der Gemeinde Wedemark vom 25.06.2025:
https://www.wedemark.de/portal/meldungen/gruenes-licht-fuer-windenergieprojekt-in-der-wedemark-918006096-20051.html?rubrik=918000046